
Webdoku “Life’s what you make it?”
Die Webdokumentation in deutscher Sprache zeigt beispielhaft Lebenswirklichkeiten von jungen Menschen in Ghana. Unter welchen Bedingungen leben sie? Was bewegt sie? Wonach streben sie?
Das interaktive, multimediale Format gibt hierauf Antworten. Es richtet sich vorrangig an Jugendliche und junge Heranwachsende, bietet jedoch auch Erwachsenen interessante Einblicke. Die Webdoku zeigt, wie es junge Menschen aus Accra und Tamale auch unter schwierigen Bedingungen schaffen, Zukunftsperspektiven zu entwickeln und sich für eine lebenswerte Umwelt einzusetzen. Ein Teil der Videos ist nicht nur in 2D zu betrachten, sondern auch im 3D-Format produziert. Der räumliche Effekt wird durch die Nutzung von VR Brillen verstärkt. Um zu der Webdoku zu gelangen, folgen Sie diesem Link.
Die Webdokumentation wurde von VRdok aus Köln mit konzeptioneller und finanzieller Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH produziert. Grundlage hierfür war ein Projekt der GIZ im Rahmen der Partnerschaft zwischen Ghana und NRW, für das Mittel der Staatskanzlei NRW zur Verfügung standen. Weitere finanzielle Unterstützung kam von der Wim Wenders und der Robert Bosch Stiftung sowie der Film und Medien Stiftung NRW. Zum Projektteam gehörten Nisrin Ayachi, Michael Funcke-Bartz, Veronika Johannes und Belinda Knoerr.
Zum schnellen Einstieg in eine Auswahl der Videos der Webdoku klicken Sie einfach auf die Namen der jeweiligen Personen neben den Fotos, die aus den Videos von VRdok stammen.

KUBURA stammt ursprünglich aus Nordghana und hat in Accra längere Zeit ihr Geld als fliegende Händlerin verdient. Aktuell arbeitet sie als Sozial-arbeiterin und trainiert z.B. Jugendliche auf einem Fußballplatz, der neben dem ehemaligen Schrottplatz in Old Fadama liegt. Sie ist gut vernetzt und von den Chiefs anerkannt. Sie führt über einen der Schrottplätze.

MC SELASSI arbeitet auf einem Schrottplatz als „Burner“, d.h. er brennt die Isolierungen von Kabeln ab, um an das darin enthaltene Kupfer oder Aluminium zu gelangen. Zudem ist er in seiner Community ein bekannter Rapper. Sein Motto: Nicht aufgeben, nicht aufhören, die eigenen Träume zu verwirklichen.
Hier geht es zu dem Musik-Video mit ihm.

Auch für ERIC und seine Frau Mathilda von Extreme Upcyling sind Schrottplätze eine Fundgrube, wo sie Material für Möbel und auch Schmuck finden. Ihre Kreationen verkaufen sie auch ins Ausland.

SANDY ist ein Tüfftler bei Innovate Labs. Sein Ziel: Mit innovativen und nachhaltigen Produkten in Ghana unabhängiger werden von Importen. Kreislaufwirtschaft spielt dabei eine wichtige Rolle.

AWURA hat Wear Ghana gegründet. Ihr Ziel: Mit ihrer in Ghana gefertigten Kollektion die Geschichte Afrikas zu erzählen und Menschen auf ihre eigene Identität stolz zu machen, etwas anderes als die importierten Ware zu tragen.

LEGACY
ist Mitbegründer und Präsident der Nichtregierungsorganisation
Plastic Punch Ghana.
Seine Organisation setzt sich für die Reduzierung von Plastikmüll und den Schutz des Ozeans ein. Hierzu gehören Strandreinigungs-aktionen ebenso wie Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und die systematische Erfassung von Umweltverschmutzung.

BIG BEN betreibt in Accra eine Surf-Schule, in der er auch mittellosen Kindern das Surfen beibringt. Sie sollen Spaß haben, Selbstbewusstsein entwickeln und lernen, sich im Leben neuen Herausforderungen zu stellen.
Nord-Ghana

MACCARTHY ist Leiter und Mitbegründer der HOPin Academy in Tamale im Norden Ghanas. Mit Training und Beratung werden dort Startups und kleine Unternehmen unterstützt. Hierzu gehören auch Kleinstkredite, für die er private Sponsoren mobilisiert. Erleichtert wurde dies durch die Förderung der GIZ aus Mitteln des Landes NRW.
Die folgenden vier Beispiele vermitteln einen Eindruck welche Art von Unternehmen gefördert wurden:

JUWAIRIAH gründete aus ihrer persönlichen Erfahrungen mit gesunder Ernährung das Startup Fruit Fusion. Dort verkauft sie z.B. naturbelassene Säfte, Kokos-Snacks und auch Müsli. Den Kleinstkredit nutzte sie, um ihr Warenangebot zu erweitern.

MOHAMMED - Breadboy genannt - stammt aus einer sehr armen Familie und ist inzwischen ein erfolgreicher Unternehmer. Den Kleinstkredit nutzte er, um den Brotbackofen zu vergrößern.

GEORGE führt eine Schlosserwerkstatt. Er entwickelt und vermietet Maschinen, um die Arbeit in der Landwirtschaft zu erleichtern. Zum deren Bau verwendet er auch Teile vom Schrott. Den Kleinstkredit nutzte er, um Material vorzufinanzieren.

Die Wasserversorgung in ländlichen Regionen Ghanas ist oft schwierig, selbst dort, wo öffentliche Brunnen zur Verfügung stehen. FIX THAT PUMP ist ein Startup, das sich um die Instandhaltung und Reparatur von Handpumpen in den Dörfern durch lokale Mechaniker kümmert.
Hintergrundinformationen zu Ghana finden Sie im Infopool Ghana