Invasive Arten
Das Bundesamt für Naturschutz geht in Deutschland von mindestens 168 Tier- und Pflanzenarten aus, die nachweislich negative Auswirkungen haben – oder haben könnten. Auf EU-Ebene wird die Zahl gebietsfremder Arten auf ca. 12.000 veranschlagt. Von diesen werden ca. 15 % als invasiv eingestuft. Welche Tiere und Pflanzen in der EU als invasive gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten eingestuft werden, erfahren Sie hier:
Mit den globalen Handelsströmen gelangen Insekten aus weit entfernten Regionen der Erde auch nach Deutschland. Mildere Winter infolge der Erderwärmung sowie fehlende natürliche Feinde erleichtern es diesen invasiven Arten, dauerhaft Fuß zu fassen. Ein typisches Beispiel ist neben der Marmorierten Baumwanze die Grüne Reiswanze (s.o.), die innerhalb eines Jahres fünf Entwicklungsstadien durchläuft. Über den Rheingraben ist diese Wanze bereits bis ins Ruhrgebiet gelangt. Mit ihren Saugrüsseln schädigt sie eine Vielzahl von Obst- und Gemüsearten, die danach nicht mehr vermarktet werden können.
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ)
Grüne Reiswanze (Nezara viridula); ausführliche Präsentatio, Olaf Zimmermann/LTZ
Kirschessigfliege - Drosophila suzukii
Bläulingszikade - Metcalfa pruinosa
Mehr Information zur Bedeutung invasiver Arten in Deutschland: